Japan – Tempel, Tokio und Teehäuser: Luxusreise ins Land der aufgehenden Sonne

30. April 2026
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Japan – Tempel, Tokio und Teehäuser: Luxusreise ins Land der aufgehenden Sonne

Wenn man morgens durch den roten Torii-Gang des Fushimi-Inari-Schreins läuft, noch bevor die ersten Touristengruppen kommen, und das einzige Geräusch das leise Knacken der Holzlaterne im Wind ist, dann begreift man, warum Japan süchtig macht. Es ist ein Land, das sich anfühlt wie zwei Welten in einer: oben die schrille Leuchtreklame von Shibuya, unten der sorgfältig gerechte Kiesgarten eines Zen-Tempels. Und beides ist echt.

Japan ist ein Inselstaat aus über 14.000 Inseln, mit Tokio als größter Metropolregion der Welt: 37 Millionen Menschen in einer Stadt. Und doch findet man hier, auf relativ kleinem Gebiet, alles: Berglandschaften und Alpenregionen, dichte Wälder und Strände, Sanddünen und Vulkane, Jahreszeiten von betörender Schönheit und eine Küche, die zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Japan ist kein Reiseziel, es ist eine Erfahrung.

Tokio – Megametropole zwischen Manga und Meditation

Tokio überwältigt. Die Skyline, die vielen Viertel, das Gewimmel und doch herrscht eine Ordnung, die fast surreal wirkt. Im Einkaufsviertel Ginza haben die großen Modehäuser ihre Flagshipstores in Wolkenkratzern untergebracht, abends verwandeln Leuchtreklamen die Straßen in einen Fluss aus Farbe und Bewegung.

Wenige Minuten entfernt: die berühmte Shibuya-Kreuzung. Alle zwei Minuten überqueren bis zu 2.500 Menschen gleichzeitig das Pflaster, in alle Richtungen, ohne Karambolage: ein perfekt choreografiertes Chaos. Mittendrin der bronzene Hund Hachiko, der jahrelang auf seinen Besitzer am Bahnhof gewartet hat. Er wartet noch heute.

Wer dem Trubel entfliehen möchte, findet im privaten NEZU Museum eine der schönsten urbanen Oasen der Stadt: 7.400 Exponate japanischer Kunst – geschnitzte Steinbuddhas, klassische Kalligrafie, Keramik und Papierkunst – eingebettet in einen weitläufigen Garten mitten in der Metropole. Das Museumsgebäude selbst, eine traditionelle Holzkonstruktion mit modernen Materialien, ist bereits ein Kunstwerk. Das angrenzende Café mit Blick auf den Garten ist Pflichtprogramm.

Im Tempelviertel Asakusa steht der Senso-ji – der älteste buddhistische Tempel Tokios, mit riesigen Laternen und einer fünfstöckigen Pagode. Ringsherum Ladenstraßen, Cosplay und Geisha-Kostüme zur Miete. Beeindruckend: Zwischen all dem Trubel knien Gläubige ganz in sich versunken im Gebet.

Und dann ist da noch der Shinkansen: der pünktlichste Zug der Welt. Man wartet exakt an der markierten Stelle auf dem Bahnsteig, die Türen öffnen punktgenau davor. Er zeigt, wie Zugfahren wirklich geht.

 

Hakone – Natur, heiße Quellen und der Fuji am Horizont

Knapp eine Stunde von Tokio entfernt beginnt eine andere Welt: der Fuji-Hakone-Izu Nationalpark. Grün bewachsene Hügel, vulkanische Quellen, Bergluft und am Horizont, wenn der Himmel mitspielt, der schneebedeckte Kegelgipfel des Fuji. Das perfekte Japanbild: blauer See, rotes Torii im Wasser, weißer Vulkan dahinter.

Die klassische Route führt zu einer Bootsfahrt auf dem Ashi-See, wo das rote Torii eines Shinto-Schreins scheinbar aus dem Wasser ragt. Je nach Tageszeit und Wetter wirkt die Szene wie ein Holzschnitt aus dem 18. Jahrhundert.

Wer Kunst und Natur in einem erleben möchte, besucht das Hakone Open Air Museum: eine weitläufige Sammlung unter freiem Himmel, darunter eine bedeutende Picasso-Kollektion, alles in die Landschaft eingefügt, zurückhaltend und entspannt.

Übernachtet wird in einem Ryokan, dem japanischen Pendant zum Boutique-Hotel. Tatami-Matten auf dem Boden, traditionelle Küche, und abends das Onsen: ein heißes Bad aus einer vulkanischen Quelle, draußen, umgeben von Bergen und Stille. Das älteste Hotel der Welt liegt hier: das Nishiyama Onsen Keiunkan, eröffnet im Jahr 705 nach Christus, seit 52 Generationen in Familienbesitz.

 

Kyoto & Nara – die Seele Japans

Wenn Tokio das Herz Japans ist, ist Kyoto seine Seele. Nirgendwo sonst findet man diese Dichte an Tempeln, Zen-Gärten, Rikschas und stiller Schönheit. Morgens und abends gehören die Gassen der Altstadt fast einem allein.

Der Fushimi-Inari-Schrein mit seiner berühmten Allee aus Tausenden roten Torii ist eines der meistfotografierten Motive Japans und eines der eindrücklichsten. Je weiter man den Hügel hinaufsteigt, desto weniger Menschen, desto mehr Stille. Oben wartet der Ruhesitz des Shoguns und ein Panorama über die Stadt.

Im Altstadtviertel Gion – der Heimat der Geisha-Kultur – lässt sich auf Wunsch ein echtes Geisha-Dinner organisieren: ein Abend mit Tanz, Teezeremonie und traditioneller Küche, der sich tief ins Gedächtnis einschreibt.

Ein Tagesausflug nach Nara lohnt sich unbedingt. Die Stadt hat acht UNESCO-Welterbestätten, aber die größte Attraktion sind die heiligen Sika-Hirsche, die frei durch die Stadt streifen. Einst soll eine Göttin auf einem solchen Hirsch in die Stadt geritten sein, seitdem gelten sie als unantastbar. Man kann Hirsch-Cracker kaufen und füttern, auf eigene Gefahr, denn die Tiere betteln, schubsen und beißen notfalls auch. Der Todai-ji Tempel beherbergt das größte reine Holzgebäude der Welt und die größte buddhistische Bronzestatue, Dimensionen, die man erst begreift, wenn man davor steht.

Wer eine ganz besondere Unterkunft sucht, reist nach Koyasan: zwei Stunden südlich von Kyoto, auf 800 Metern Höhe, schlafen Gäste in einem der 117 Tempel als Gäste buddhistischer Mönche. Tatami-Matten, Futon-Bett, veganes Abendessen aus der Klosterküche. Und morgens weckt kein Wecker, sondern der Gesang der Mönche, wenn sie zur Tempelzeremonie aufbrechen. Man kann mitgehen.

 

Schneeaffen im Jigokudani – Baden in der Wildnis

In den Japanischen Alpen liegt das „Tal der Hölle“ – so der Name des Jigokudani Yaen Koen. Ein Drittel des Jahres liegt es unter Schnee. Und genau deshalb kommen die Japanmakaken hierher: Die Schneeaffen steigen von Dezember bis März in die natürlichen heißen Quellen, um sich aufzuwärmen. Gesicht dampfend, Augen halb geschlossen, mitten im Schnee, ein Anblick, der ein bisschen wie ein Spiegel wirkt.

Die Landschaft ringsum, dichte Bergwälder und brodelnde Quellen, ist für sich schon eine Reise wert.

 

Perlentaucherinnen & die Ama-Frauen

Auf der Insel Mikimoto, auch Pearl Island, pflegen Frauen seit Jahrhunderten eine der ältesten Traditionen Japans: die Ama, die Meerfrauen, tauchen ohne Atemgerät bis zu 20 Meter tief nach Muscheln, Meeresfrüchten und Perlen. Eine Technik, die über Generationen weitergegeben wurde und heute als immaterielles Kulturerbe gilt.

Wer hierher reist, besucht zunächst das Perlenmuseum, erlebt eine Tauchvorführung und lässt sich im Dorf Osatu in einer echten Ama-Hütte frische Meeresfrüchte servieren und wenn man Glück hat, erzählt eine der Taucherinnen beim Essen von ihrem Leben und ihrer Arbeit. Ein Erlebnis, das tief berührt.

 

Reisezeit: Kirschblüte oder Herbstleuchten

Japan hat keine schlechte Reisezeit – nur verschiedene Wunder. Im Frühling verwandelt die Kirschblüte das ganze Land in ein rosa Blütenmeer. Das Hanami-Fest, bei dem Familien und Freunde unter den Bäumen picknicken, ist Volksfest und stille Kontemplation zugleich. Im Herbst leuchten die Ahornbäume in Orange und Rot, die japanischen Gärten sind so bepflanzt, dass sie zu jeder Jahreszeit ihre eigene Schönheit entfalten.

Wer all diese Facetten Japans in einer perfekt abgestimmten Reise erleben möchte, findet hier die ideale Kombination aus Kultur, Natur und Luxus.

 

Noch mehr Eindrücke im Podcast

Wer Japan noch intensiver erleben möchte, kann in die Podcast-Folge „5 gute Gründe zu reisen – Japan“ hineinhören.

Darin sprechen Radiomoderatorin Stefanie Schweda und Dirk Gowin, Geschäftsführer von Select Luxury Travel, über persönliche Erlebnisse, außergewöhnliche Begegnungen und die schönsten Orte des Landes, von der Shibuya-Kreuzung über badende Schneeaffen bis hin zu buddhistischen Mönchen in Koyasan.

 

Inspiration für deine eigene Japan-Reise

Ob du träumst vom ersten Blick auf den Fuji im Morgengrauen, vom Spaziergang durch eine Allee roter Torii, vom Onsen unter freiem Himmel oder vom Dinner mit einer Geisha in Kyoto: Japan ist bereit. Weitere Informationen und individuell geplante Luxusreisen findest du bei Select Luxury Travel.