Vietnam – Hanoi, Halong-Bucht und Hoi An: Eine Reise durch Asiens faszinierendstes Land

10. Juni 2026
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Vietnam – Hanoi, Halong-Bucht und Hoi An: Eine Reise durch Asiens faszinierendstes Land

 

Wenn auf den Kreuzungen Hanois Millionen von Motorrollern wie durch Zauberhand ineinander fließen, sich die Kalksteininseln der Halong-Bucht aus dem smaragdgrünen Wasser erheben und in Hoi An Hunderte leuchtender Lampions auf dem Fluss Richtung Meer treiben, dann ist man in einem Land angekommen, das man so schnell nicht wieder vergisst. Vietnam gehört zu den aufregendsten Reisezielen Asiens: lang und schmal, voller Kontraste, mit einer Geschichte, die bis in die Gegenwart spürbar ist.

Von pulsierenden Metropolen über geheimnisvolle Altstädte bis zu endlosen Reisterrassen im Hochland: Wer Vietnam bereist, erlebt ein Land auf einmal in vielen Facetten.

Hanoi und Saigon – Zwei Städte, zwei Welten

Hanoi, die Hauptstadt im Norden, empfängt Reisende am besten bei einer Rikscha-Tour durch die Altstadt. In den engen Gassen mit Straßenhändlern, Garküchen und einem ununterbrochenen Strom an Motorrollern ist man sofort mittendrin im Puls dieser Stadt. Rund 45 Millionen Motorroller soll es in Vietnam geben und allein auf den Kreuzungen Hanois glaubt man, die Hälfte davon zu sehen.

 

Kulturell lohnt sich ein Besuch beim Ho-Chi-Minh-Mausoleum und vor allem beim bescheidenen Wohnhaus des Revolutionsführers dahinter, das einen überraschend persönlichen Einblick gewährt. Wer mehr Geschichte sucht, findet sie im Literaturtempel, Vietnams erster Universität aus dem Jahr 1076: ein stiller Garten mit alten Bäumen, Pavillons und Stelen, auf denen die Namen der Absolventen eingraviert sind. Und abends? Dann geht man ins Wasserpuppentheater – Figuren tanzen zu Live-Musik auf einem Wasserbecken, während die Puppenspieler verborgen im Wasser hinter dem Vorhang stehen. Faszinierend und einzigartig.

 

Im Süden wartet Saigon, offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt, aber der alte Name klingt noch immer nach Kolonialzeit und Aufbruch. Gustave Eiffel hat hier Ende des 19. Jahrhunderts die prächtige alte Post gebaut, gegenüber steht die Kathedrale Notre-Dame de Saigon. Wer höher hinaus will: Der Bitexco Financial Tower bietet aus 265 Metern einen Panoramablick über die moderne Skyline. Und wer noch tiefer eintauchen möchte, besucht den Tien-Hau-Tempel im Chinesenviertel Cholon: mit Figuren auf den Dachfirsten, riesigen Räucherstäbchenspiralen und einem duftenden Nebel, der alles einhüllt. In den Cafés der Stadt dagegen ist Vietnam noch ganz französisch: Croissants, Milchkaffee, ein Hauch Europa.

 

Halong-Bucht – Smaragdgrün, mystisch und unvergesslich

Etwa dreieinhalb Stunden von Hanoi entfernt liegt eines der schönsten Naturwunder Asiens: die Halong-Bucht. Tausende von Kalksteininseln, die meisten mit grünem Bewuchs bedeckt wie mit einem Puschel, ragen aus dem smaragdgrünen Wasser. Landschaftlich ist das das Schönste, was Vietnam zu bieten hat.

 

Am schönsten erlebt man die Bucht auf einem handgefertigten Holzschiff: luxuriös, ruhig, mit frischem Wind und einem Sonnenuntergang, der die Silhouetten der Felsen in warmes Gold taucht. Ein Stopp in der Hang Sung Sot, der „Höhle der Überraschungen“, gehört dazu: riesige Tropfsteinformationen, dramatisch beleuchtet und wenn man heraustritt, blickt man in eine stille Bucht voller Dschunken. Wer etwas mehr Einsamkeit sucht, fährt weiter in die entlegeneren Gebiete der verlängerten Halong-Bucht.

 

Hue und Hoi An – Geschichte, Lampions und die Verbotene Stadt

In Zentralvietnam liegt Hue am Parfüm-Fluss: eine Stadt mit einer kaiserlichen Vergangenheit, die man noch heute spürt. Die Verbotene Stadt mit ihren Höfen und Pavillons, alles noch leicht patiniert, ist ein Highlight. Die Kaisergräber in der Umgebung sind nicht weniger beeindruckend: Zwischen 1802 und 1945 ließen sich die vietnamesischen Kaiser in weitläufigen Parkanlagen beisetzen – mit Teichen, Mausoleen, Statuen und Pavillons, eingebettet in stilles, grünes Grün.

 

Nur eine Autofahrt entfernt, über den Wolkenpass durch satte Landschaften, liegt Hoi An, eine kleine chinesische Hafenstadt, die viele Reisende als ihr Lieblingsstädtchen in Vietnam bezeichnen. Farbenfrohe Häuser, eine japanische Brücke, Lampiongeschäfte und Schneidereien säumen die Gassen. Einmal im Monat, zum Vollmond, erlischt das elektrische Licht: Die Stadt wird nur noch durch Laternen und Lampions erhellt, schwimmende Lichter ziehen auf dem Fluss Richtung Meer. Ein Anblick, der sich einbrennt.

Wer noch mehr möchte: Ein halbtägiger Ausflug zum UNESCO-Welterbe My Son lohnt sich. Das spirituelle Zentrum des Champa-Reiches: Tempel, Türme, Skulpturen, teils überwuchert, teils von Bomben des Vietnamkriegs beschädigt, liegt 50 Kilometer entfernt und ist aus roten Ziegeln gebaut, ohne Mörtel oder Beton.

Mekong Delta – Wo das Leben auf dem Wasser stattfindet

Im Süden des Landes verzweigt sich der Mekong in ein riesiges Labyrinth aus Flussarmen, Inseln und Sümpfen. Das Mekong Delta ist eine eigene Welt und sie wird am besten vom Boot aus erkundet. An den Ufern begegnet man Fischern, spielenden Kindern, Pagoden und Hafenanlagen. Der Höhepunkt ist ein Besuch auf einem schwimmenden Markt: Hier wird alles gehandelt, was Menschen brauchen: Kleidung, Nahrung, manchmal auch Kühlschränke.

Und dann ist da noch das Essen. Pho, die Reisnudelsuppe mit Brühe, Gemüse und Kräutern, ist ein Klassiker, ebenso wie frische Frühlingsrollen, die man manchmal direkt am Tisch selbst rollt. Die vietnamesische Küche ist fein, vielfältig und fantastisch.

Sa Pa und Ninh Binh – Reisterrassen, Nebel und Kalksteinfelsen

Ganz im Norden, nahe der chinesischen Grenze, liegt Sa Pa auf 1.600 Metern Höhe. Die terrassierten Reisfelder an den Berghängen sind bei Sonne leuchtend grün, bei Nebel von einer mystischen Stille. In der Umgebung leben ethnische Stämme, die noch nach alten Bräuchen leben: mit farbenfroher Tracht und Märkten voller Stoffe, Schmuck und Tücher. Wer sportlich ist, nimmt die Seilbahn auf den Fansipan, mit 3.143 Metern Vietnams höchsten Gipfel, oder wagt die mehrtägige Wanderung.

Im Süden dagegen liegt Ninh Binh, oft die „trockene Halong-Bucht“ genannt. Hier erheben sich schroffe, bizarr geformte Kalksteinfelsen aus sattgrünen Reisfeldern. Durch diese Landschaft führt der Fluss Song Ngo Dong, den man mit einem Sampan befahren kann: kleines Boot, traditionelle Kegelhüte, und der Kapitän rudert mit den Füßen. Eine Fahrt durch drei Höhlen, vorbei an kleinen Tempelchen und Händlern auf dem Wasser.

Wer Vietnam auf einer exklusiven Rundreise erleben möchte, findet Inspiration auf der Reise Luxusreise durch Vietnam.

 

Noch mehr Eindrücke im Podcast

Wer Vietnam noch intensiver erleben möchte, kann in die Podcast-Folge 5 gute Gründe zu reisen – Vietnam hineinhören.

Radiomoderatorin und Weltreisende Stefanie Schweda spricht dort gemeinsam mit Dirk Gowin, Geschäftsführer von Select Luxury Travel, über Motorroller-Kreuzungen in Hanoi, den Sonnenuntergang in der Halong-Bucht, das Lampionleuchten in Hoi An und warum man in Vietnam beim Essen ruhig mutig sein darf.

 

Inspiration für deine eigene Vietnam-Reise

Ob klassische Rundreise von Hanoi bis Saigon, ein Stopp in der Halong-Bucht oder eine Kombination mit den Reisterrassen im Norden: Vietnam bietet unzählige Möglichkeiten für unvergessliche Reisen. Die beste Reisezeit: Februar bis Mai.

Weitere Inspirationen und individuell geplante Asien-Reisen findest du bei Select Luxury Travel.